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StadtLab Ideengalerie

Die Ideengalerie präsentiert noch bis zum 29. Mai 2024 vielfältige Projekte aus dem StadtLab Ideenwettbewerb. Komm vorbei und mach mit beim Publikumsvoting!

So machst du mit
Deine Stimme zählt

Von der mobilen Dinnerparty über Keramikhandwerk bis hin zum nachhaltigen Schnittblumen-Anbau: Das StadtLab Jena präsentiert in der Ideengalerie die vielfältigen Konzepte, die beim diesjährigen Ideenwettbewerb eingereicht wurden. Gesucht waren neue und kreative Visionen für die Innenstadt. Die Teilnehmenden haben ihre Konzepte in verschiedenen Ideenwerkstätten verfeinert und bereits vor einer Jury präsentiert. Doch jetzt brauchen sie deine Unterstützung!

Bis zum 29. Mai 2024 kannst du beim Publikumsvoting für deine Lieblingsidee abstimmen. Die Galerie im StadtLab gibt dir interessante Informationen über jede einzelne Idee.

Im StadtLab kannst du einfach den QR-Code scannen und deine wertvolle Stimme an deinen Favoriten geben. Im Vor Ort kannst du auch per Stimmzettel abstimmen. Welche Idee den Publikumspreis gewinnt, wird am 30.05.2024 verkündet!

Ideen im Überblick

„Das ist voll mein Ding“

Ob Galerie, Verkaufsraum oder Workshopfläche – die Möglichkeiten sich im Jenaer StadtLab auszutoben, sind vielfältig. Seit dem ersten Juni 2023 hat der etwas andere Laden nun in Jenas Innenstadt bereits geöffnet und eine Menge ist seither passiert…

Ein halbes Jahr StadtLab

Grit Sachse, Florian Lauterbach und Erza Plava betreuen gemeinsam als Team das StadtLab Jena Projekt und sind als solches eben dafür verantwortlich, dass der Laden läuft. Kein selbstverständlicher Umstand, schließlich müssen sich hier ständig neue und am besten höchst unterschiedliche Akteure finden, welche das Ladenkonzept für ein temporäres Zeitfenster nutzen möchten. Und doch: In dem halben Jahr seit Gründung hat das StadtLab bereits über 50 Nutzungsformate und drei eigene Veranstaltungen umgesetzt.

 

Alles Teamarbeit

Einer der Gründe für dieses positive Ergebnis, da sind sich die drei einig, ist gute Teamarbeit. Dies ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass auch die drei hier durchaus keinen 08/15 Job nachgehen. Grit Sachse, die eigentlich aus dem Musikmanagement kommt, sieht hier durchaus Parallelen zu ihrem früheren Leben. „Wir generieren hier Netzwerke, beleben und führen Neues zusammen. Ich finde es sehr ansprechend, wenn eine Stadt viele Möglichkeiten für Begegnungen schafft. Und, die haben wir hier. Letztlich arbeite ich jetzt genauso viel mit einem Terminkalender wie früher. Dabei ist es ganz wichtig zu sagen, dass wir ein Team sind. Wir arbeiten gemeinsam.“

Für diese Arbeit sitzen die drei nicht irgendwo j. w. d. sondern direkt vor Ort. Nur ein „Glaskasten“ trennt ihr Büro akustisch etwas vom Geschehen im StadtLab. Florian Lauterbach sieht in dem gläsernen Büro durchaus einen Spiegel zu den Einmietungen des StadtLabs: „Wir ergänzen uns hier menschlich auf verschiedenen Ebenen. Jeder bringt etwas mit an Qualifikationen, Vorkenntnissen und Beziehungen – dies ist bei uns sehr interdisziplinär. Und das trifft auch auf die verschiedenen Nutzungen in diesem Projekt zu. Wir wollen ja hier nicht nur Einmietungen aus dem Handel oder nur Kultur. Ich finde es sehr schön, dass wir hier von Beginn an eine gewisse Vielfalt hingekriegt haben. Das liegt auch daran, dass jeder von uns bestimmte Ideen miteinbringt. Dadurch, dass wir zudem noch an die städtische Wirtschaftsförderung angeschlossen sind, haben wir auch da noch einmal ein großes Backup und Netzwerk, auf das wir zurückgreifen können. So haben wir hier einerseits viele Freiheiten und trotzdem ein großes Sicherheitsnetz.“

 

Vieles ist im Fluss

„Wichtig für das Funktionieren des StadtLabs war und ist es auf jeden Fall, dass wir uns nicht an starren Strukturen festhalten“, erzählt er. „Viele Menschen finden es zwar interessant, was wir hier machen. Das heißt aber noch lange nicht, dass es immer richtig konkret wird. Oft tragen wir daher erst einmal einen Blocker in den Terminkalender ein. Wir nageln aber niemanden fest. Bei uns ist vielmehr alles im Fluss und vieles entsteht erst nach mehreren Gesprächen und Treffen. Was jedoch relativ früh funktioniert hat, waren Workshops und Tagesveranstaltungen. Längere Einmietungen von mehreren Wochen sind dagegen oft schwieriger. So etwas stampft man ja nicht einfach mal so aus dem Boden. Dazu braucht es ja Planung und bisweilen langfristige Umsetzungsarbeit. Jedes Konzept ist dabei immer auch ein kleines Experiment, was hier funktioniert und was nicht.“

Man lernt nie aus

Dass das Projekt in nur einem halben Jahr überhaupt so schnell in Fahrt kam, liegt nach Ansicht des Teams auch an der langen Planungs- und Vorbereitungsphase: vom Schreiben des Projektantrags bis hin zur Erstellung der Homepage, der Social-Media-Arbeit, der Eröffnungsfeier bis hin zur Einbindung der Lokalpresse. „Das ist etwas, was ich auch für mich gelernt habe: Steht heute hier etwas im Lokalteil, weiß es am nächsten Tag die halbe Stadt“, lacht Grit Sachse. „Hinzu kommt, dass wir alle selber sehr gut vernetzt sind.“ Politikwissenschaftsstudentin Erza Plava sieht das so: „Für uns ist das Projekt ein bisschen wie unser Baby, auf das wir stolz sind und welches wir voranbringen möchten. Somit erzählen wir natürlich auch überall davon. Vieles funktionierte hier mit und durch Mundpropaganda.“

 

Fragen über Fragen

Auch was die Besucher:innen angeht, erfordert das besondere Ladenkonzept auch besonders viel Gesprächsbedarf. Denn: was heute da ist, kann schließlich morgen schon wieder weg sein. Erza Plava erzählt: „Sobald die Ladentür auf ist, kommen Leute rein, die fragen, was das hier sei. Selbst wenn hier drin etwas gerade erst im Aufbau ist. Das ist schon witzig. Natürlich bedarf es dann Aufklärungsarbeit. Einmal, was das jetzt gerade für eine Nutzung ist und dann, was überhaupt das generelle Konzept des Stadtlabs ist. Es braucht definitiv Zeit, bis alle verstehen, was hier passiert. Das Interesse ist aber definitiv da. Allein schon durch die Lage.“ Auch das offene Büro baut hier Hemmschwellen eher ab, erzählt Grit Sachse. „Da klopft es oft einfach so mal an die Scheibe. Und schon ist man mitten im Beratungsgespräch. Was das hier ist… Was man hier so macht… Wie groß die Fläche ist… Wie eigentlich die Nutzung funktioniert…“

 

Lust aufs Experiment

Schnell kommen dann auch die Ideen, wie man den Laden nutzen könnte. Und manche dieser Ideen überraschte auch die drei StadtLab-Akteure. „Superschön fand ich, dass hier für einen Tag der E-Sport-Verein drin war und hier plötzlich Computerspiele gespielt wurden. Es war eine ganz andere Zielgruppe. Ich bin immer wieder begeistert, was es in Jena alles gibt und was ich vorher noch gar nicht kannte“ stellt Erza Plava fest. Aber auch die Zusammenführung von verschiedenen Akteuren begeistert alle: „Beispielsweise die Woche in der sich der Bekleidungsstore LEDA gemeinsam mit dem KNEIPOMAT eingemietet hatte. Ich hätte nie gedacht, dass das funktioniert: Mode, Kunst und Essen aus dem Automaten“, lacht die Werkstudentin. Auch für Grit Sachse ein besonderes Zusammenspiel: „Ich erinnere mich noch, wie wir gemeinsam an einem Tisch saßen und die beiden sich gar nicht kannten und dann haben die beiden so gut kooperiert. So funktioniert eben auch unser Matching. Wie bei der Tischlerei Austerbaum GmbH. Während deren Ausstellungswoche waren plötzlich noch vier zusätzliche Workshops hier vor Ort. Das bringt natürlich auch eine ganze andere Kundenfrequenz in den Laden und auch ganz andere Zielgruppen. Da sagen wir dann natürlich: „Das Ganze ist ein Experiment. Hast du Lust darauf?“ „Vieles ist dabei eine Frage des Vertrauen und des Sich-aufeinander-Einlassens“, erläutert Florian Lauterbach. „Und das funktioniert bisher wirklich super! Bis Mitte Juni 2024 ist daher das StadtLab auch schon gut ausgebucht. Und dann startet ja auch noch der Ideenwettbewerb, für den es einen offenen Aufruf gab. Hier sollen expliziert neue Ideen für die Innenstadt generiert werden und auch hier ist das StadtLab direkt an der Umsetzung des Wettbewerbs beteiligt. Es wird also definitiv nicht langweilig.“

Fambulous – family space & store

Teaser Fambulous
Das Programm

Neben Spielfläche und Aufenthaltsort erwartet euch das Fambulous mit einem spannenden und abwechslungsreichem Programm für die ganze Familie! Freut euch auf:

  • Jeden Dienstag: Kinderdisko (16-18 Uhr)
  • Jeden Freitag: Fragestunde mit Familienbegleiterin Laura von Bedürfnis Bindung (9-10 Uhr)
  • Mi, 07. Februar: Money Mindset – Finanzworkshop für Frauen mit Ella von finanzher (19 Uhr)
  • Di, 13. Februar: Faschingsparty (16-18 Uhr)
  • Mi, 14. Februar: Lesung mit Alexandra Zykunov (19:30 Uhr) – AUSVERKAUFT
  • Do, 15. Februar: LEIDER WEGEN KRANKHEIT GESCHLOSSEN
  • Fr, 16. Februar: LEIDER WEGEN KRANKHEIT GESCHLOSSEN
  • Sa, 17. Februar: Kinderyoga (09:45 Uhr)
  • Sa, 17. Februar: Ferienkino + Mitbring-Brunch (11 Uhr)
  • Do, 22. Februar: Filmabend „Liebe, Wut und Milchzähne“ + Gesprächsabend mit Laura von Bedürfnis Bindung (19 Uhr)
  • So, 25. Februar: Kinderyoga (15 Uhr)
  • Mo, 26. Februar: Keep on moving : Funktional Fitness – Tiefenmuskulatur für Frauen (19 Uhr)
  • Do, 29. Februar: Abschluss-Sause

Mehr Infos zum Konzept und zum Programm findest du hier oder auf Instagram.

Infos
Logo Teaser Fambulous

Wo? StadtLab Jena, Löbderstraße 6, 07743 Jena

Wann? 02.02. – 29.02.2024, 10 bis 18 Uhr

Wer? Little Strangelove

Alles im grünen Bereich

Ein Gespräch mit Reinhard Guthke vom Runden Tisch Klima und Umwelt über Engagement, Klimaschutz und einen langen Atem.

Runder Tisch Klima und Umwelt

Es ist heiß im städtischen Sommer. Besonders im Jenaer Kessel. Das spürt wohl jeder, der hier, nach einem sommerlichen Spaziergang, an den bewaldeten Hängen, wieder ins aufgeheißte Herz der Stadt eintaucht. Wie andere Städte ist auch Jena einerseits betroffen vom Klimawandel, anderseits trägt es dazu bei. Denn wo viele Menschen zusammenkommen, wird auch viel gebaut, geheizt und gekühlt. Es wird viel hinein- und hinausgefahren, eingekauft und wieder weggeschmissen. Das Klimaschutz und Stadtentwicklung untrennbar miteinander verbunden sind, rückt mehr und mehr ins Bewusstsein. Doch den Schritt zum persönlichen Engagement gehen nur wenige.

Gemeinsam für eine klimafreundliche Politik

Reinhard Guthke tut genau dies. Und das schon seit Jahren. Der pensionierte Bioinformatiker ist bereits seit Ende der 80er Jahre über die EG Stadtökologie mit diesen Themen beschäftigt. Nach der Wende kam er als parteiloser in den Stadtrat und war dann Aufsichtsratsvorsitzender für Energie und Umwelt. Heute trifft er sich u.a. im StadtLab mit dem Klimaschutzbeirat und dem Runden Tisch Klima und Umwelt. Es ist ein Zusammenschluss von vielen Umweltbewegungen – rund 21 Gruppen, erzählt Guthke. Sie alle diskutieren hier miteinander, entwickeln Pläne für eine klimafreundliche Stadt. Hervorgegangen ist das Ganze 2019. Als auch hier in Jena die Fridays for Future – Bewegung startete und tausende junge Menschen für eine klimafreundlichere Politik demonstrierten. Und als sich in Folge Gruppen wie Scientist for Future und Parents for Future entwickelten. „Damals“, so erinnert sich Reinhard Guthke, „entstand der Wunsch der Jugendlichen, stärker bei der Kommunalpolitik mitzubestimmen. Mit Rederecht und Antragsrecht. Doch das ließ die Kommunalordnung nicht so einfach zu.“ Also erweckte man im September den Runden Tisch Thema Umwelt. Alle zwei Wochen kam man nun zusammen. Jeder der teilnehmen wollte, war willkommen. Parallel gründete man einen Klimaschutzbeirat, der es Menschen unter 30 Jahren nun auch rechtlich ermöglichte, über drei Delegierte Einfluss auf die Stadtpolitik zu nehmen. „Die Zuarbeit zur Nachhaltigkeitsstrategie war das erste große Werk, welches sich aus der Zusammenkunft des Runden Tisches ergab“, erzählt der ambitionierte Wissenschaftler. Es folgte die Mitwirkung am Klimaaktionsplan 2022. Dieser hat zum Ziel, Jena bis 2035 klimaneutral zu machen.

Veränderungen brauchen einen langen Atem

Es sind die klassischen drei Gebiete, welche hier seit der Gründung wortwörtlich auf den runden Tisch kommen: Strom, Wärme, Verkehr. Nun folgt seit rund einem halben Jahr mit dem großen Bereich der Themen Wachstum & Bauen der nächste große Gang. Man möchte weitere Flächenversiegelungen vermeiden, den Verkehr in der Innenstadt begrenzen, Stadt auch außerhalb vom Thema Shopping denken – lebenswerter machen. Es sind große Vorhaben, die einen langen Atem, viel Idealismus und mitunter ein dickes Fell erfordern. Reinhard Guthke ist da mit seinen 72 Jahren pragmatisch: „In meinem Alter hat man schon so viele Niederlagen hinter sich gebracht. Mich kann hier nichts mehr so schnell umhauen. Ich bin zäh. Ich beschäftige mich seit 35 Jahren mit dem Thema. Ich weiß, dass manche Themen auch mal zehn Jahre brauchen. Das kann ich natürlich keinem Jugendlichen erzählen. Da ist der womöglich gar nicht mehr in Jena. Das ist der Vorteil des Alters. Ich hab mein halbes Leben in der DDR zugebracht. Da durfte man wesentliche Themen gar nicht ansprechen, ohne Schaden zu nehmen. Meine Arbeit in der Friedensbewegung war da immer eine Gratwanderung, bei der man jederzeit im Knast landen konnte. Da war nicht nur die Frage: Habe ich Erfolg oder nicht? Nein! Da hat es manchen die ganze Familie zerschmettert. Das war eine ganz andere Ebene der Gefährdung. Ich muss keine Angst mehr davor haben, abgeführt zu werden, weil ich etwas politisch bewegen will. Solange ich mich im Rahmen der demokratischen Möglichkeiten bewege, sehe ich keine Gefährdung. Misserfolge hauen mich nicht mehr um. Da müssen sich Jüngere erst dran gewöhnen. Und auch das erleben auch wir als Runder Tisch. Die Mehrheit unserer Stadtratsbeschlüsse ist nicht durchgekommen. Beispielsweise die autoärmere Innenstadt oder die Nutzung der Bioenergie, welche letztlich politisch so aufgeweicht wurde, dass sie mit unserem Antrag nicht mehr viel zu tun hatte. Auch die Verhinderung der Osttangente ist uns nicht gelungen. Das ist mitunter schwer für die Jüngeren. Aber auch dafür ist der Runde Tisch da, um uns hier auszutauschen. Wir sind altersmäßig gut gemischt. Das hilft.“

Es ist die Idee

Im November 2023 zog der Kneipomat für ein Wochenende in das StadtLab Jena und verwandelte die Erdgeschossfläche in ein Pop-Up-Restaurant. Erfahrt mehr über das Kneipomaten-Wirtshaus und die tolle Synergie mit der Künstlerin und Designerin Carolina Villages im StadtLab …

Lars Winter vor seinem Kneipomat im StadtLab Jena

Paradies Stübchen

Die Initiative Innenstadt Jena lädt vom 01. bis 30. Dezember 2023 mit dem Paradies Stübchen zum Stöbern ins StadtLab ein! Passend zur Weihnachtszeit erwarten euch Geschenke, Kreatives, Kulturelles und Köstliches aus Jena.

Banner für das Paradies Stübchen der Initiative Innenstadt Jena
Infos
Banner der Initiative Innenstadt Jena für das Paradies Stübchen

Wo? StadtLab Jena, Löbderstraße 6, 07743 Jena

Wann? 01.12. – 30.12.2023, 11:00 – 18:00 Uhr

Wer? Initiative Innenstadt Jena

Weltpremiere

Das Kneipomaten-Wirtshaus im StadtLab Jena!

Teaser Kneipomaten-Wirtshaus

Austerbaum – natürlich aus Holz

Vom 13. bis 19.11.2023 lud die Tischlerei Austerbaum im StadtLab Jena zur Verkaufsausstellung mit individuellen, maßgeschneiderten Wohnmöbeln aus überwiegend heimischen Hölzern. Mit dabei waren außerdem Holzkunst von Abes Erd und Dekoration von kiesi´s Shop & Salon.

Massivholztisch der Firma Austerbaum.

Vom Kopf in die Stadt

Auf der gemeinsamen Veranstaltung von ThEx Enterprise, ein Projekt der parisat GmbH und dem StadtLab Jena, ein Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena, gaben Innenstadtgesichter Einblicke in individuelle Gründungswege.

Teaser für den Beitrag zur Veranstaltung "Innenstadtgesichter - Gründungen in Jena"
Rückblick
Innenstadtgesichter – Gründungen in Jena
Gründungs- und Vernetzungstreffen vom 25.10.2023

Eine erfolgreiche Unternehmensgründung lebt neben der guten Idee von einem starken Netzwerk und dem Wissen über die Hindernisse, die auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu überwinden sind. Aus diesem Grund fand am Mittwochabend das Gründungs- und Vernetzungstreffen „Innenstadtgesichter – Gründungen in Jena“ im StadtLab Jena statt. Die Veranstaltung wurde von ThEx Enterprise, ein Projekt der parisat GmbH und dem StadtLab Jena, ein Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena, organisiert. Der Abend bot den rund 50 Teilnehmenden Einblicke in die individuellen Gründungswege und Herausforderungen der vier lokalen Gründer:innen: Dr. Jan Freitag von Handeis, Miriam Kubrat vom Steinarium, Dennis Sippach von IVOC-X und Katja Stimmer vom Fräulein Meier FACHgeschäft.

„Im Gespräch mit den Gründerinnen und Gründern wollten wir die Zuhörenden mitnehmen auf eine Reise von den anfänglichen Ideen und Motivationen über die besonderen Herausforderungen bis hin zu den persönlichen Erfolgsgeschichten“, beschreibt Grit Sachse, Projektmanagerin im StadtLab Jena. So erfuhren die Teilnehmenden nicht nur wie vielseitig und inspirierend die Welt der Gründungen sein kann, sondern auch welche Unterstützungsangebote sie auf dem eigenen Weg der Ideenverwirklichung in Anspruch nehmen können. „In Jena treffen Gründungsinteressierte auf ein lebendiges und gut organisiertes Netzwerk aus vielfältigen Gründungsakteuren, die Ideen von Handwerk bis Hightech erfolgreich begleiten“, betont Swen Köcher, Gründungsbegleiter von ThEx Enterprise. Das Projekt bietet Gründungsinteressierten in ganz Thüringen  kostenfreie, umfassende Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit. „In Jena begleiten wir Gründungsinteressierte vor Ort in der Grietgasse 6 bei Gründungen und Finanzierungen, vermitteln Wissen in Seminaren und Workshops und unterstützen bei der Vernetzung mit anderen gründungsrelevanten Akteuren“, erläutert Josefine Pfletscher, ebenfalls Gründungsberaterin bei ThEx Enterprise.

Bei den „Innenstadtgesichtern“ wurden aber nicht nur Erfolge gefeiert, sondern auch ehrliche Einblicke in die Momente des Zweifelns, des Scheiterns und der Selbstfindung gegeben. „Die Offenheit und Authentizität der Interviewpartner:innen bot mir und den anderen Zuhörenden wertvolle Erkenntnisse für eigene Unternehmungen“, schwärmte eine Teilnehmerin.

„Mit der ersten gemeinsamen Veranstaltung von ThEx Enterprise und dem StadtLab Jena wollten wir das Bewusstsein für die Gründungskultur in unserer Stadt stärken und dabei bewusst einen Fokus auf den Innovationsraum Innenstadt legen“, berichtet Florian Lauterbach, Projektmanager im StadtLab Jena. So fänden sich im Jenaer Stadtzentrum viele Händler:innen und Gastronom:innen, die mit einem guten Service, individuellen Mischnutzungen und neuartigen Geschäftskonzepten die Innenstadt beleben.

Mit dem StadtLab Jena wurde ein neuer Ort geschaffen, an dem sich Gründer:innen, aber auch andere kreative Köpfe, Vereine und Initiativen, mit vielfältigen Nutzungskonzepten ausprobieren können und der bisher mit 45 Konzepten bespielt wurde. Im November wird das StadtLab-Team mit einem Open Call zu einem Ideenwettbewerb für die Jenaer Innenstadt aufrufen. Welche Ideen für eine lebendige und zukunftsfähige Innenstadt haben Sie?  Gründungsinteressierte können sich gern vormerken lassen unter: stadtlab@jena.de

StadtLab Jena x Digital-Gipfel

Zum Digital-Gipfel am 20. und 21.11.2023 präsentierte das StadtLab Jena ab 11:00 Uhr im Rahmen des Marktes der digitalen Möglichkeiten ein buntes Programm zu den Themen neue Technologietrends im Handel, virtuelle Rundgänge und Umgang von Kindern mit neuen Technologien.

Illustration Gipfel

Programm im StadtLab

Modellfabrik Virtualisierung
Zwei Frauen schauen sich einen virtuellen Rundgang an,
Von Hofladen bis Kindergarten: Einblicke in virtuelle Rundgänge
20. – 21.11.2023 | 11:00 bis 18:00 Uhr

Treten Sie ein in die Welt der virtuellen Rundgänge und lassen Sie sich von gelungenen Beispielen inspirieren!

Besuchen Sie den Stand der Modellfabrik Virtualisierung des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau und erhalten Sie einen umfassenden Einblick in den Entstehungsprozess virtueller Rundgänge.
Erkunden Sie live vor Ort virtuelle Rundgänge, darunter den Hofladen Gernewitz des Agrarunternehmens „Wöllmisse“ Schlöben eG, den Kindergarten „Schatzinsel“ des AWO Regionalverbands Mitte-West-Thüringen e.V. und Labore der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

DigitalMobil
DigitalMobil mit neuen Technologien für den Handel
Handelstechnologien live erleben
20. – 21.11.2023 | 11:00 bis 18:00 Uhr

Zum Digital-Gipfel ist das DigitalMobil vom Mittelstand-Digital Zentrum Handel mit 10 verschiedenen Technologien live vor Ort im StadtLab Jena, um Händler:innen und der Stadtgesellschaft neue und innovative Möglichkeiten für den stationären Handel vorzustellen. Von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr werden in der interaktiven Ausstellung digitale Lösungen, wie zum Beispiel digitale Ladenplakate, ein 360 Grad-Rundgang, vollintegrierte Bezahlsysteme oder virtuelle Produktregale erklärt und anschaulich vorgeführt.

In geführten Rundgängen haben interessierte Händler:innen und Bürger:innen außerdem die Möglichkeit, die Demonstratoren des DigitalMobils gesondert auszuprobieren und ihre Fragen zu stellen. Rundgänge sind zu den folgenden Terminen möglich:

  • Rundgang 1 – Handelstechnologien live erleben
    20.11.2023 | 11:00 Uhr
  • Rundgang 2 – Handelstechnologien live erleben
    20.11.2023 | 17:00 Uhr
  • Rundgang 3 – Handelstechnologien live erleben
    21.11.2023 | 11:00 Uhr
  • Rundgang 4 – Handelstechnologien live erleben
    21.11.2023 | 15:00 Uhr


Vortrag und Diskussion: „Digitale Handelsstandorte – Innenstädte vitalisieren“
20.11.2023 | 19:00 Uhr | StadtLab Jena, Löbderstraße 6, 07743 Jena

Am Montagabend lädt das StadtLab Jena außerdem lokale Händler:innen und andere Interessierte um 19:00 Uhr zum Impulsvortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Digitale Handelsstandorte – Innenstädte vitalisieren“ ein. Der Vortrag wird von Alexander Weßling, Referent bei Mittelstand-Digital Zentrum Handel, gehalten. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!

Dr. Michaela Honauer
Ein Kinde berührt eine Roboterhand
Vortrag & Diskussion: Kinder und Künstliche Intelligenz (KI)
21.11.2023 | 18:00 Uhr

Kinder wachsen heute in einer mit Technologie angereicherten Welt auf. KI-basierte Technologien können unser Leben verbessern, zum Beispiel im Bereich der Medizin. Sie werden aktuell aber auch kontrovers diskutiert, z.B. ChatGPT. Doch wie nehmen eigentlich unsere Kinder neue Technologien und künstliche Intelligenz wahr? Dieser Frage geht die Forscherin Dr. Michaela Honauer gemeinsam mit ihren Kolleg:innen von der University of Twente auf die Spur. Dazu hat sie in einer Jenaer Schule eine Studie mit 50 Grundschülern durchgeführt. Zum Markt der digitalen Möglichkeiten im Rahmen des Digital-Gipfels der Bundesregierung in Jena wird Dr. Michaela Honauer eine Vorschau auf die noch unveröffentlichten Ergebnisse dieser Studie geben. Sie wird der interessierten Öffentlichkeit einen Überblick darüber geben, warum es zu den Grundrechten unserer Kinder gehört, dass sie verantwortungsvoll und zeitgemäß auf ihrem Weg in die digitale Welt begleitet werden. Während der einstündigen Veranstaltung wird es auch die Möglichkeit geben Fragen zu stellen und Meinungen auszutauschen. Kinder, Eltern, Pädagogen, interessierte Bürger und Politiker – alle sind herzlich eingeladen!

Über Dr. Michaela Honauer

Dr. Michaela Honauer ist Designforscherin in der Human-Media Interaction Group an der University of Twente, Enschede, Niederlande. Sie ist mit dem internationalen Forschungsprojekt für Ethik sozial-disruptiver Technologien (esdit.nl) assoziiert und beschäftigt sich insbesondere damit, welche Auswirkungen KI auf Kinder hat und wie neue Technologien altersgerecht gestaltet werden können. Ihre Methoden sind partizipativ und kreativ, d.h. anstatt Umfragen und Statistiken, arbeitet sie mit Kindern, Pädagogen und Technologen gemeinsam an der Definition und Lösung von Problemen.

Infos
Ankündigung Digitalgipfel

Wann? 11:00 – 18:00 Uhr

Wo? StadtLab Jena, Löbderstraße 6, 07743 Jena

Wer? StadtLab Jena x Digital-Gipfel