Für den Ideenwettbewerb 2025 waren kreative Einfälle gefragt, welche Projekte und Nutzungen optimal zur Fläche am Markt passen. Seit März 2025 ist die Fläche im Alten Rathaus Teil des StadtLab-Netzwerks und wurde somit zum Ausgangspunkt für neue Ideen. Gesucht wurden Visionen, wie das „erste Haus am Markt“ neu belebt, die ehemalige Ratszeise kreativ zwischengenutzt oder langfristig neu gedacht werden kann. Angesprochen waren kreative Köpfe, Gründungsinteressierte und etablierte Unternehmer:innen mit Konzepten für Kultur, Begegnung, Gastronomie, Einzelhandel, Handwerk oder innovative Mischformen.
Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs wurden aus ersten Gedanken konkrete Konzepte: In Workshops und der Ideenwerkstatt entwickelten die Teilnehmenden ihre Ansätze gemeinsam mit Expert:innen weiter, tauschten sich aus, vernetzten sich und schärften ihre Visionen. Den Abschluss bildete die Präsentation der ausgearbeiteten Ideen vor einer Jury – begleitet von wertvollem Feedback und der Chance auf attraktive Preise zur Umsetzung der Projekte.
- Der StadtLab Ideenwettbewerb bietet die Möglichkeit, Ideen in Workshops und Netzwerktreffen weiterzuentwickeln und von Expert:innen Feedback zu erhalten.
- Die Chance vom StadtLab-Netzwerk zu profitieren, wichtige Partner:innen kennenzulernen und Kooperationen mit Gründungsakteur:innen zu starten.
- Preisgelder von bis zu 1.000 € sowie eine kostenfreie Flächennutzung im StadtLab Jena für die Gewinner:innen
Der Ideenwettbewerb 2025 war in folgende Phase eingeteilt:
- Kick Off-Veranstaltung: 24. Juni 2025, 18 Uhr
- Open Call: 24. Juni bis 11. August 2025
- Besichtigungstermine: 22. Juli, 29. Juli und 05. August 2025
- Ideenwerkstatt: September bis Oktober 2025
- Ideenpräsentation und Bewertungsphase: November 2025
- Prämierungsveranstaltung: 25. November 2025

Gold für die „Werkschau Thüringen“, Silber für „VIVANTIA“ und Bronze für „Spielend begegnen“ – diese Ideen wurden Dienstagabend beim diesjährigen StadtLab Ideenwettbewerb ausgezeichnet. Aus insgesamt mehr als 20 kreativen Konzepten und schlussendlich zwölf Finalisten hatte eine Jury mit Fachleuten aus Stadt, Unternehmen und Gründungsszene die drei gelungensten Ideen ausgewählt. Den Publikumspreis, über den die Jenaer Öffentlichkeit im Vorfeld online und offline abstimmen konnte, erhielt das Projekt „Sports Tech Factory“.
Der Wettbewerb drehte sich in diesem Jahr um die Jenaer Ratszeise. Das StadtLab Jena hatte aufgerufen, zukunftsorientierte Visionen für eine mögliche Nutzung zu entwickeln. Diese Projektideen waren in den letzten Monaten in verschiedenen Workshops weiterentwickelt und schließlich vor einer Fachjury präsentiert worden. Die Konzepte waren vielfältig: Vom Spiele-Treff über einen Galerieraum für lokale Kunst, von der außergewöhnlichen Ferienwohnung bis zur Gaming-Ecke, von der Architektur-Ausstellung bis zum neuen Ort für Sport in der Innenstadt.
Nicht nur die Stadt Jena, sondern gleich das ganze Bundesland in den Mittelpunkt zu stellen, hat sich der erstplatzierte Teilnehmer Adrian Seeber vorgenommen. Mit seinem Konzept „Werkschau Thüringen“ will er die handwerkliche und gestalterische Vielfalt des Landes erlebbar machen. In der Ratszeise will er Projekte „made in Thüringen“ präsentieren – von Möbeln und Porzellan über Textilien bis hin zu modernen Designobjekten.
Authentisch und entschleunigend soll das Konzept wirken, das mit dem zweiten Platz des Ideenwettbewerbs ausgezeichnet wurde: Die Idee „VIVANTIA“ der Jenaer Künstlerin Elena Efa. Sie will in der Ratszeise einen hybriden Kulturraum schaffen – eine Mischung aus Café, Werkstatt, Bühne, Atelier und Concept Store. Es gehe ihr darum, den Mittelpunkt der Stadt wieder mit Gemeinschaft, Handwerk und Wärme zu füllen – im gemeinsamen Miteinander.
Um das Miteinander geht es auch bei Anne Andrees und ihrer Idee „Spielend begegnen“, die mit der „Bronze-Medaille“ des Ideenwettbewerbs 2025 ausgezeichnet wurde. Sie stellt sich die Ratszeise als „Wohnzimmer für alle“ vor, in dem Menschen spielerisch miteinander in Kontakt treten können. Dieses Konzept funktioniere bereits sehr gut im Jenaer Spielecafé „Tillis“, wo Andrees bereits als Geschäftsführerin arbeitet. Gesellschaftsspiele bringen Menschen zusammen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorerfahrungen – und fördern Dialog und Perspektivwechsel. Neben klassischen Spielen sollen auch Workshops und Stadtralleys angeboten werden.
Um Begegnung soll es auch beim Publikumspreis gehen. Beeindruckende 3.800 Stimmen konnte am Ende das Gewinner-Projekt hinter sich versammeln: die „Sports Tech Factory“ von Philipp Zacher. Die „Sportfabrik“ soll die Ratszeise zu einem offenen Ort für Bewegung, Bildung und Gemeinschaft machen. Auch Lernformate wie Workshops und einen Café- und Barbereich vor Ort könnte sich der Ideengeber vorstellen.













Gold für den „Pink Banana Supper Club“, Silber für das „Education Center“ und Bronze für „JenCeramics“ – das sind die Ideen, die es bei der Preisverleihung des StadtLab Jena Ideenwettbewerbs 2024 aufs Treppchen geschafft haben. Gesucht waren kreative Visionen für eine lebendige und zukunftsorientierte Innenstadt. Insgesamt wurden 18 innovative Konzepte eingereicht, die in diversen Ideenwerkstätten weiterentwickelt und schließlich vor einer breit gefächerten Jury präsentiert wurden.

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