Zwei außergewöhnliche Kunstwerke mit unterschiedlichen Blicken auf die Stadt Jena des Dresdner Malers Günter Tiedeken stehen im Mittelpunkt einer neuen Initiative des Fördervereins "Ein Kunsthaus für Jena e.V.“ in der Reihe „DEPOTKUNST ans LICHT“. Interessierte sind herzlich eingeladen, am Donnerstag, den 23.04.2026 (ab 18 Uhr) gemeinsam ein Stück kulturelles Erbe zurück ins Kunstgedächtnis der Stadt zu holen.

Die lange Zeit kaum zugänglichen Gemälde zeigen besondere Perspektiven auf Jena und sollen nun erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Entstanden waren die großformatigen Ölbilder 1970/71 im Auftrag der Stadt Jena, vermittelt durch den Jenaer Künstler Hans Lasko. Sie thematisieren sowohl das sich wandelnde Stadtzentrum als auch die charakteristische Saaleaue. Für Tiedeken, der zuvor vor allem als Aquarellist arbeitete, bedeutete der Auftrag eine künstlerische Herausforderung, die er mit einer intensiven, teils unter freiem Himmel entwickelten Arbeitsweise umsetzte. Die beiden Gemälde können als künstlerische Zwillinge verstanden werden – von einer Hand geschaffen, über lange Zeit getrennt und nun wieder zusammengefunden.
Heute befinden sich die beiden Gemälde getrennt in den Sammlungen der Stadt Jena und der Friedrich-Schiller-Universität. Ihr Erhalt ist engagierten Menschen während der Wendezeitjahre um 1990 zu verdanken. Sie trugen entscheidend dazu bei, die Werke zu sichern und damit ein wesentliches Stück Zeitgeschichte zu bewahren.
Die Wiederentdeckung dieser Werke verspricht nicht nur neue Blickwinkel auf Jena, sondern auch eine spannende Geschichte über Kunst, Engagement und das Zusammenspiel von Zufall und Unterstützung.

Wo? StadtLab Jena, Markt 1, 07743 Jena
Wann? Donnerstag, den 23. April 2026
Eintritt? kostenfrei
Wer? Kunsthaus für Jena
